Die Einbürgerung kostet Geld – aber nicht so viel, wie viele befürchten. Neben der offiziellen Verwaltungsgebühr gibt es jedoch weitere Kosten, die du einplanen solltest. Hier ist eine realistische Kostenübersicht für 2025.
Offizielle Gebühren der Einbürgerungsbehörde
Einbürgerungsgebühr: 255 Euro pro Person (gesetzlich festgelegt). Für miteinzubürgernde minderjährige Kinder: 51 Euro pro Kind, wenn sie zusammen mit einem Elternteil eingebürgert werden. Ausnahmeregelungen: Bei nachgewiesener finanzieller Härte kann die Gebühr auf 51 Euro reduziert werden (Ermessensreduktion). Dies muss beantragt und begründet werden.
Indirekte Kosten: Was du einplanen musst
Sprachzertifikat (Goethe B1, telc B1, DTZ): 70-150 Euro je nach Anbieter und Ort. Einbürgerungstest (BAMF): 25 Euro pro Versuch. Beglaubigte Übersetzungen: 50-150 Euro pro Dokument (je nach Länge und Übersetzer). Bei ausländischen Geburtsurkunden, Heiratsurkunden etc. rechne mit 100-300 Euro für Übersetzungen insgesamt. Apostille/Beglaubigung im Herkunftsland: 20-100 Euro (abhängig vom Land). Biometrisches Lichtbild: 10-15 Euro beim Fotografen. Fahrtkosten und ggf. Zeitaufwand (Urlaub nehmen für Behördentermine).
Gesamtkosten realistisch kalkuliert: Für eine einzelne Person rechne mit 400-700 Euro Gesamtkosten, je nach wie viele ausländische Dokumente übersetzt werden müssen. Für eine Familie mit zwei Kindern: 700-1.200 Euro.
Gibt es Zuschüsse oder Erstattungen?
Es gibt keine bundesweiten Förderprogramme, die die Einbürgerungskosten direkt erstatten. Jedoch: Wer Bürgergeld bezieht, kann unter Umständen die Einbürgerungsgebühr reduziert bekommen. Manche Arbeitgeber übernehmen die Kosten (besonders bei internationalen Unternehmen). Steuererklärung: Einbürgerungskosten können in bestimmten Fällen als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden – lasse dich steuerlich beraten.
Die Kosten sollten kein Hindernis sein – die Staatsbürgerschaft ist eine langfristige Investition in deine Zukunft in Deutschland. Hast du Fragen zu den Kosten oder möchtest du wissen, welche Gebühren in deinem konkreten Fall anfallen? Sylum berät dich transparent. Schreib uns auf sylum.de/kontakt.



